Sommer 2014: Maastricht

21.07.2014

Wir fahren um 11 nach Ohé. Nette Unterhaltung mit Harry  und  Hanni. Dann die erste böse Überraschung des Tages: die Victron lädt nicht. Ich sehe schon den Urlaub verschwinden, bis sich schließlich herausstellt, dass unser Landstrom weg ist. Wir bereiten alles vor und wollen starten: Keine Reaktion. Ich denke an die Starterbatterie, die sowieso ausgewechselt werden muss und wir holen in Maasbracht eine neue. Guter Preis (129 statt 216, aber erst auf Nachfrage), und wir werden die beiden alten Batterien los. Motor startet aber immer noch nicht. Ich rufe schließlich Refke an und erfahre beiläufig, dass man beim Starten den Zündschlüssel eindrücken muss. Hab ich bisher noch nie gemacht, er springt jetzt aber sofort an. Wir verschieben die Abreise auf morgen. Es regnet in Strömen.

22.07.2014

Wir starten um 9 Uhr, kommen gut durch die Schleuse Heel und sind mittags in Neer. Ein Platz am Anleger ist noch frei.

Wir essen ein Salätchen und ruhen dann ein Stündchen.

Die Kühleranzeige geht auf fast 120 Grad. Ich telefoniere mit Refke, er hat aber auch keine Idee. Um halb sechs sind wir in Venlo und kriegen einen schönen Liegeplatz.

Ich messe die Temperatur am Motor mit dem IR-Thermometer und es zeigt 80 bis 85 Grad an, während das Instrument auf 120 Grad geht. Beruhigend, aber wieso hab ich immer wieder so ein Pech mit falsch anzeigenden Instrumenten?

Wir essen lecker Spare Ribs im Bistro, trinken dann auf dem Achterdeck Rotwein und sehen den Containern zu.

 23.07.2014

Gut geschlafen.  Wir fahren kurz nach 9 los und alles läuft gut.

Sehr heiß. Um 12 in Leukermeer und oh Schreck, nichts frei. Jutta telefoniert, aber nichts geht. Ich glaube, die sind schlecht organisiert. Es hat den Anschein, als ob sie nur die 17 Passantenplätze vorne vergeben. Wir fahren in den Vorsee und lassen den Anker fallen. Ein bisschen hektisch alles. Ich telefoniere mit dem Hafenmeister des anderen Hafens, angeblich soll da noch was frei sein, wir fahren hin, finden aber nichts. Wir beschließen, nach Plasmolen durchzufahren. Sehr anstrengend und heiß. Am Wartesteiger von Belfeld machen wir eine Stunde Mittagspause. Dann ruckzuck mit einem Berufsschiff ab in die Schleuse und weiter geht’s. Um halb sechs sind wir in Plasmolen.

Wir kriegen einen guten Platz, aber Jutta ist noch ziemlich genervt. Um 8 Uhr Abendessen im De Boei, Schnitzel mit Fritten, lecker. Rotwein auf dem Achterdeck.

24.07.2014

Um sechs Uhr wach. Gelesen, weitergeschlafen. Um acht Uhr hole ich Brötchen und Croissants und wir frühstücken auf dem Achterdeck. Danach mit dem Fahrrad am Mookerplas entlang.

Sonnen

und Schwimmen  

und Enten betrachten.

Im Restaurant Dolfijn machen wir Rast und essen ein total leckeres Broodje, dunkel und knusprig mit Carpaccio, Parmesan und Pinienkernen, nur 4,95. 

Dann zurück und Mittagspause. Im Bootsshop eine Deckenlampe gekauft. Kaffe, anschließend Schwimmen am Boot im Hafenbecken, sehr schönes sauberes Wasser.

Um 5 Uhr kommen die Klever.

Alles klappt gut, Mutter ins Boot, wir trinken Kaffee und dann gehen Jutta, Johannes, Anna, Günther und ich vom Boot aus schwimmen. Macht allen Spaß.

Später gehen wir Pannekoeken essen, lecker und alle sind zufrieden. Ein schöner Tag, der mit Rotwein auf Deck endet.

25.07.2014

Morgens mit dem Fahrrad nach Cuijk, Überfahrt mit der Fähre. Ein bisschen Geschäftebummel, dann zurück und im Dolfijn nochmal  lecker Broodje. Mittagspause, Duschen. Wir haben beschlossen, einen Tag länger zu bleiben und dann am Sonntag zurückzufahren. Abends Uitsmijter an Deck, dann ein merkwürdiger Krimi im ZDF (einziger gut empfangbarer Sender).

26 07.2014

Nettes Frühstück und dann fahren wir mit dem Fahrrad nach Gennep. Schöne Strecke, nettes Städtchen.

Wir essen ein Eis und fahren wieder zurück. Mittagessen an Bord mit Rucola und Tomaten. Danach Mittagspause. Abends mit der Fiets zum Dolfijn im leichten Nieselregen.

Ich trinke Erdinger und wir essen Fish and Chips, sehr lecker. Danach zurück und Rotwein an Deck.

27.07.2014

Morgens noch lecker Frühstück und Duschen, dann Abfahrt. Sehr warm, am frühen Nachmittag am Leukermeer, wir fahren kurz rein, aber natürlich ist nichts frei und es ist wieder horrormäßig voll. Furchtbar! Wir fahren weiter nach Wanssum, der Hafenmeister schickt uns um den ganzen Hafen in die hinterste Ecke, alles ziemlich eng und dann auch noch vor dem Anlegen drehen. Nimmt die Leine erst an, als wir genau da liegen, wo er uns haben will. Dann ist es aber ok.

Die Passantenplätze liegen im öffentlichen Bereich.

Wir machen Pause und gehen dann noch einkaufen, C1000 hat bis fünf geöffnet.

Duschen sind ok, aber Dauer und Temperatur lassen sich nicht einstellen. Abends „Wunderschön“ über Lübecker Bucht im TV.

28.07.2014

Lecker Baguette aus dem C1000 geholt, gefrühstückt und geduscht, dann Abfahrt. Dank BSR klappt das ausparken ganz hervorragend. Zweieinhalb Stunden geruhsame Fahrt, dann sind wir in Venlo. Funk bewährt sich wieder, ich rufe bei der Einfahrt an und wir können direkt zum Platz D4 durchfahren. Anlegen dank BSR wieder perfekt. Kurz nach uns legt ein Boot direkt neben uns an, und es ist eindeutig eine Cupido.

Nach unserer Mittagspause kommen wir ins Gespräch, die Nachbarn liegen in Maastricht beim MCC, und sie sind tatsächlich vor zwei Wochen in Ohé gewesen, als ich die Cupido gesehen habe. Netter Austausch über die Boote. Nachmittags nach Venlo mit dem Rad, angenehmer als beim letzten Mal in Regen und Kälte. Ein bisschen Bummeln, um fünf macht leider die Kibbeling-Bude schon zu, in der ich essen wollte. Im Hafen sehen wir die Linssen vom WSV, die um halb sechs zurückfährt, aber leider schon voll ist. Abendessen im Admiraal, leckere Tapas. Dann noch eine Weile an Deck, und wir sehen beim Nachbarn eine klasse Anregung für den Standort des Fernsehers.

29.07.2014

Morgens Frühstück, Duschen und dann Aufbruch aus Venlo. Heute nur kurze Strecke bis Neer. Wir haben Glück und im Hafen ist ein Platz an der Wiese frei.

Nach der Mittagspause fängt es an zu regnen, genauer gesagt es schüttet wie aus Kübeln. An allen möglichen Stellen tropft es ins Boot. Wir können nicht einkaufen fahren.

Nach dem Regen machen wir eine Putzaktion, sehr erfolgreich. Abendessen im XXL Restaurant. Wir wählen die kleinsten Gerichte, aber die XXL Portionen sind gigantisch. Später noch ein bisschen an der Maas, nettes Gespräch mit älterem Herrn aus Boxmeer, der unsere Cupido erkennt.

30.07.2014

Frühstück, Duschen und Abfahrt. Heute ganz kleine Etappe, nur 15 km. Wir haben wieder mal Glück an der Schleuse Heel, wie diesmal an allen Schleusen. Als wir ankommen, fahren die Schiffe gerade raus und wir kriegen sofort grün. Kaum sind wir drin, geht es auch schon aufwärts. Um Viertel vor eins sind wir in Maasbracht. Schöner neuer Hafen, guter Liegeplatz. Wir gehen in die Stadt und essen lecker Kibbeling. Mittagspause, dann mit der Fiets zum Dumpstore. Ich finde ein Werkzeug, das mir geeignet erscheint für die Gummi-Korrektur am Boot, eine Fettpresse und einen Spieß. Im Laden an der Hafenstraße kaufen wir noch eine Fußmatte, kleine Meinungsverschiedenheit, weil Jutta unbedingt die kleine will, die mir zu klein erscheint. Als wir dann am Boot sind, merkt Jutta, dass sie Unrecht hat und tauscht die Matte um. Dann Einkaufen in der Stadt fürs Abendessen. Kleines Abendessen mit Scampi, Salat und Matjes, Sonnenuntergang im Hafen, sehr romantisch.

31.07.2014

Um  9 Uhr Start in Maasbracht, wir kommen sofort durch die Schleuse Maasbracht. Die höchste Schleuse der Niederlande, nur unser Boot ganz allein. Dann lange Fahrt  im Kanal, sehr heiß, keine Wolke am Himmel, und wir ohne Persenning, weil die zu hoch ist für die Brücke in Maastricht. Auch in der Schleuse Born kommen wir sofort rein, drei Boote liegen schon drin, aber die Schleusung dauert in der alten Kammer 20 Minuten.

Um halb zwei sind wir in Maastricht. Als drittes Boot in der Schleuse, hinter uns drängt sich noch ein dickes Boot mit rein, die Besitzer haben keine Ahnung von der Höhe, passen aber mit viel Glück so eben durch.

Wir finden einen freien Platz, da wo wir immer lagen, und ich bin, auch von der Hitze, ziemlich geschafft. Dann noch ein Problem mit der Bezahlkarte: ich war der Meinung, dass ich immer mit der Karte bezahlt hatte, werte sie mit 60 Euro auf und will dann damit bezahlen, aber nun geht das Bezahlen nur mit Kreditkarte. Jetzt habe ich also eine Bezahlkarte mit 68,50 Euro Guthaben. Danach Duschen, dann in die Stadt. Sehr rummelig, sehr heiß, gefällt mir im Moment nicht so. Um 18:20 ins Witloof, wir kriegen einen Platz bis 20 Uhr und essen ein leckeres Menü. Jutta Lachstörtchen, Forelle, ich Champignons, Kaninchen in Kirschsauce, beide Dame Blanches. Dazu sehr leckeres Bier Bourgogne des  Flandres.

Lino kommt erst heute Abend zurück. Zurück zum Boot, Rotwein an Deck.

01.08.2014

Frühstück mit frischen Brötchen vom Bäcker, der morgens in den Hafen kommt.  Duschen, dann in die Stadt. Großer Markttag heute. Ein bisschen Shopping, neue Schuhe für Jutta, lecker Panino bei V&D. Mittagsruhe, dann per Fiets zur Calvariestraat. Lino fährt vorbei und parkt im Vrijthof, kommt dann verspätet mit Kathi zum Termin. Wir sind mit Simon und dem Maklergehilfen schon da.

Wohnungsbesichtigung, Vertragsunterzeichnung. Eine schöne Wohnung. Dann mit allen zu Fuß zum Boot. Cola auf dem Achterdeck. Um fünf verabschieden sich Lino und Kathi, sie müssen noch das Auto ausladen. Wir essen im Hafen im Bistro Allo Allo, ich Lekkerbek mit friet und Jutta Salat, dazu ein Leffe Bruin.

02.08.2014

Frühstück, dazu jede Menge Boote, teils mit stinkendem Diesel, die auf die Schleuse warten. Duschen, dann zu Nautica Jansen. Nix gefunden, weiter auf die andere Maasseite in unser Lieblingsviertel. Toller Brot- und Käseladen. Spareribs in guter Metzgerei gekauft, Vorratseinkauf im Supermarkt. Wrap auf dem Boot, Mittagspause. Mit dem Fahrrad an der Maas entlang. Wir wollen uns den Jachthafen MCC mal ansehen. Als wir dort stehen, kommen unsere Venlo-Nachbarn mit der Cupido gerade aus Ohé zurück. Toller Zufall. Wir sitzen auf dem Achterdeck zusammen, trinken ein Glas und unterhalten uns nett. Schöner Hafen mit Schwimmbad und Restaurant.

Zurück zum Boot. Die Jekervallei von Stiphout, ein Riesenausflugsschiff kommt aus der Schleuse und schafft es in ca 30 Minuten tatsächlich, durch die Brücke im Hafen zu fahren. Wahnsinn!

Duschen, Abendessen. Emaldi2 kommt durch die Schleuse, sehr mühevoll, weil sie ein ganz klein wenig zu hoch ist. Abendessen mit Spareribs und Salat, dazu ein leckeres, nur leider nicht richtig kaltes Leffe. Die Hafenmeisterin kommt vorbei und fragt nach der Banderole, wir erklären und sie will morgen früh von der Karte abbuchen. Spaziergang rund um den Hafen.

03.08.2014

Frühstück, Duschen, bezahlen bei Hafenmeisterin. Mehrere Schleusenladungen fahren raus, dann macht sich der große Neuseeländer bereit und wir hängen uns dran. Emaldi versucht sich vorzupfuschen, klappt aber nicht. Hinter der Schleuse kurz anlegen, Geräteträger wieder aufrichten, alles ganz easy. Entspannte Fahrt, auch die zwei Schleusen klappen prima, nur wieder sehr warm. Mittagessen und Kaffee während der Fahrt. Um 17 Uhr sind wir in Ohé. Begrüßung von Theo, Beate und Theos Mutter. Abendessen im Bistro, plötzlicher Regen und Wind, alle flüchten ins Bistro.

Flasche Rotwein mit Theo und seiner Mutter, zurück zum Boot. In mein Bett ist Wasser gelaufen, woher auch immer.

04.08.2014

Die Wasserfrage ist geklärt, der Schließer des vorderen Fensters über meinem Bett war locker. Lange geschlafen (halb zehn), dann Frühstück. Kurz Schwimmen in der Maas an der Einstiegsstelle, die wir gestern gesehen haben. Einkauf im Supermarkt in Echt. Kleines Mittagessen mit strammem Max. Mittagspause, Kaffee und dann fahren wir mit den Rädern los. Am alten Maasarm hinter Ohé suchen wir eine Stelle zum Baden, ist aber nicht optimal. Also schwimmen wir noch mal in der Maas. Zum Abendessen zwei schöne Steaks, dazu Lauchgemüse. Lesen, Schauen, unterhalten auf dem Deck. Madame Polski von nebenan quatscht den ganzen Tag ohne Unterbrechung.